Johannes Schütte and Ad gentes

04.05.2026

Sankt Augustin / Deutschland - Biographie des Generalsuperiors Johannes Schütte SVD und sein Beitrag zur Erarbeitung des Missionsdekrets des II. Vatikanischen Konzils

Johannes Schütte SVD (1913–1971) wurde Missionar in China. Nach seiner Inhaftierung im Zuge der dortigen politischen Umwälzungen kehrte er nach Deutschland zurück, wo er in Münster Missionswissenschaft studierte. Bald darauf engagierte er sich als Missionssekretär am Generalat der Steyler Missionare in Rom in der Bewusstseinsbildung und Verwaltung der Mission; 1958 wurde er zum Generaloberen der Kongregation gewählt.

In dieser Funktion nahm er am Zweiten Vatikanischen Konzil teil, wo er eine führende Rolle bei der Ausarbeitung des Konzilsdokuments über die Mission spielte. Dank seiner Fähigkeiten als Koordinator, Verwaltungsfachmann und Missionswissenschaftler sowie seiner Erfahrung in der praktischen Missionsarbeit wurde das Dekret über die missionarische Tätigkeit der Kirche Ad gentes zu einem hochgeschätzten Konzilsdokument.

Schüttes Leben hat sich als mächtiger Baum erwiesen, der auch lange Schatten wirft. Mit seinen großen Fähigkeiten und seinem stürmischen Charakter galt er als jemand, der weltlichen Ambitionen nachging. Die vorliegende Untersuchung beleuchtet seine wahren Beweggründe und sein Verständnis von Mission in verschiedenen Aktivitäten, die er mit Entschlossenheit für „die Missionen“ durchführte. Sie soll die Bedeutung von Schüttes Fähigkeit hervorheben, missionarisches Handeln mit Ideen, Praxis mit Theorie zu verbinden. Das Zusammenspiel vieler Faktoren trug wesentlich zu seiner entscheidenden Rolle bei der Entstehung des Missionsdokuments des Zweiten Vatikanischen Konzils bei, das der Mission der Kirche in der Moderne neue Impulse verlieh.



Johannes Schütte, SVD (1913–1971) became a missionary in China. After imprisonment in the wake of the political changes there, he returned to Germany where he studied missiology in Münster. Soon he became involved in mission animation and administration as the Mission Secretary at the Generalate of the Divine Word Missionaries in Rome, and in 1958, he was elected the Superior General of the Congregation.

In this function, he participated in the Second Vatican Council where he took a leading role in the drafting of the Council’s document on mission. Due to his abilities as a coordinator, administrator, and missiologist with his background of practical mission work, the Decree on the Missionary Activity of the Church Ad gentes became a highly appreciated Council document.

Schütte’s life has proved a tall tree that also casts long shadows. With his great capacities and stormy character, he was seen as following worldly ambitions. The present investigation looks at his genuine motivations and understanding of mission in various activities he performed with determination for “the missions.” It intends to highlight the significance of Schütte’s capacity to combine missionary doings with ideas, praxis with theory. The composition of many factors contributed substantially to his decisive role in the genesis of the missionary document of the Second Vatican Council which gave a new impetus to the church’s mission in modern times.


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Miotk Studia 129