Editorial / Vorwort

In Vorbereitung auf die internationale Missionskonferenz der SVD im Jahr 2025 haben sich Steyler Missionare und Missionsschwestern in drei virtuellen Treffen über die Konferenzthemen ausgetauscht. Diese Konferenzen umfassen den Hauptteil dieser Ausgabe.

Christian Tauchner SVD

Die Gesellschaft des Göttlichen Wortes (SVD) bereitet Feierlichkeiten zu ihrem 150-jährigen Jahrestag der Gründung im September 1875 vor. Ein solches Gedenken lädt zu einer Vielzahl von Feiern und Reflexionen über die Geschichte ein, verlangt aber auch einen vorsichtigen Blick auf Zukunftsperspektiven. Überall in den Gemeinschaften der Steyler weltweit sind die 150 Jahre zu einem wichtigen Anlass für Erinnerung und Vision geworden.

Das SVD-Generalat schlug neben vielen anderen Aktivitäten die Organisation einer missionsorientierten Konferenz vor. Es sollte eine internationale Konferenz in Rom sein, in einer missiologischen und akademischen Ausrichtung. Das bedeutet, dass viele verschiedene Kontexte berücksichtigt werden sollen, und es sollte sicherlich ein Moment der Reflexion über die Praktiken „im Feld“ sein, wie es früher hieß. Das Generalat der SVD beauftragte den Missionssekretär Lazar Stanislaus SVD, ein Team für die Vorbereitung einer solchen Konferenz zusammenzustellen. Es besteht aus Sam Agcaracar SVD (Philippinen), Stephen B. Bevans SVD (USA), Ferdinandus Beki Doren SVD (Brasilien), Andrews Obeng SVD (Ghana) und Christian Tauchner SVD (Deutschland) und hat im Mai 2023 mit seinen Beratungen und Treffen begonnen.

Das Team erarbeitete Vorschläge, um zu untersuchen, was die SVD im Laufe ihrer Geschichte zur Kirche und zur Welt beigetragen haben könnte. Das wissenschaftliche Engagement der Gesellschaft für Ethnologie und Missionswissenschaft sowie die engagierte Arbeit der Missionare sind ein beachtliches Vermächtnis. Die Konferenz wird daher über die neuere zentrale Erkenntnis nachdenken, dass Mission von Gott ausgeht und sich auf unsere heutige Welt mit all ihren Freuden und Hoffnungen, Sorgen und Ängsten bezieht. In missiologischer Hinsicht steht die Perspektive der Mission Gottes im Mittelpunkt, denn die Gesellschaft des Göttlichen Wortes hat seit dem Generalkapitel 2000 diese Sichtweise von Mission in den Vordergrund gestellt.
So wird am 27., 28. und 29. März 2025 in Rom eine „Internationale Missionskonferenz“ stattfinden (weitere Informationen dazu finden sich auf der Website des Generalats https://svdcuria.org). Das Thema der Konferenz lautet „Missio Dei in der Welt von heute. Wunden heilen, von der Postmoderne herausgefordert, von Kulturen lernen, von Religionen inspiriert“.

Die Konferenz in Rom wird sich teilweise von vielen anderen akademischen Konferenzen unterscheiden. Sicherlich wird es Grundsatzreferate zu den zentralen Themen wie Mission Gottes, Postmoderne, Kulturen und Religionen geben. Aber es soll auch Berichte geben über globale Erfahrungen und Kontexte in Bezug auf die verwundete Welt, die der Heilung bedarf, über Migration und Umweltschutz, über Hoffnung und Synodalität, über Ethik und die Anderen, über Interkulturalität und über Religionen und kulturelle Entwicklungen. Diese Berichte sollen Gegenstand des Austauschs unter den Konferenzteilnehmern sein, und alle diese Überlegungen werden in verschiedenen Gruppen weiter diskutiert werden, die sich aus Steyler Missionaren und Missionsschwestern (Dienerinnen des Heiligen Geistes, SSpS) zusammensetzen.

In Vorbereitung auf die Konferenz im März begann die größere Teilnehmergruppe der Steyler Missionare und Missionsschwestern ihre Überlegungen und den Austausch über die Konferenzthemen in drei virtuellen Treffen im Oktober 2024, Januar und Februar 2025. Jedes dieser virtuellen Treffen befasste sich mit einem der Hauptaspekte im Zusammenhang mit der Mission Gottes und der Gestaltung der Kontexte. Diese Konferenzen werden als Hauptteil dieser Ausgabe von Verbum SVD veröffentlicht. Sie haben den Teilnehmern bereits gedient, aber sie werden auch den TeilnehmerInnen der Konferenz in Rom und natürlich den Lesern von Verbum SVD zur Verfügung gestellt.

Seite im Heft 331ff.